In 72 Tagen um die Welt

In 72 Tagen um die Welt

Eine Postschlumpf-Post-verbindet-alles-Story

Es war ein schwüler Augustmorgen, als der Postbote die Kellertür aufstieß und sofort das vertraute Leuchten sah. Der alte Schrank in der Ecke schimmerte hinter den verstaubten Briefsäcken in allen Farben. Diesmal war das Licht besonders lebhaft – fast ungeduldig, als wollte der Brief endlich gelesen werden.

Postschlumpf zog ihn hervor. Das Papier war dünn und leicht vergilbt, aber die Handschrift war kraftvoll und schnörkellos. Der Absender: Nellie Bly, irgendwo auf dem Pazifik, Januar 1890.


An wen auch immer dies liest,

ich schreibe diesen Brief auf einem Schiff mitten im Ozean, bei schwerer See und schlechtem Licht. Meine Hand zittert ein wenig – aber nicht vor Angst, sondern vor Aufregung.

Mein Name ist Nellie Bly, ich bin Journalistin. Vor einigen Wochen bin ich in New York aufgebrochen, um die Welt in weniger als 80 Tagen zu umrunden – schneller als Phileas Fogg in Jules Vernes Roman. Alle haben gesagt, das sei unmöglich. Eine Frau allein, ohne Begleitung, quer durch Europa, Ägypten, Ceylon, Hongkong, Japan und zurück? Unmöglich.

Ich bin trotzdem losgefahren. Mit einer einzigen kleinen Reisetasche.

Unterwegs habe ich aus jedem Land Berichte geschrieben und sie per Post nach New York geschickt – an meine Zeitung, die New York World. Aber ich weiß nicht, ob sie ankommen. Ob die Post sie rechtzeitig befördert. Ob überhaupt jemand sie liest.

Kommen meine Briefe an? Liest sie jemand?

Nellie Bly

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Ein Mysterium, das nicht gelöst werden konnte

Vor einer Woche habe ich hier beschrieben, wie ein iMac von 2011 nach einigem Ringen mit dem radeon-Treiber, einer amdgpu-Blacklist und einem denkwürdigen USB-Kabel wieder sauber unter Linux Mint lief. Voller Beschleunigung, mit regelbarer Helligkeit. Ein gutes Ende.

Diese Geschichte hat kein gutes Ende. Sie hat ein funktionierendes Ende — was nicht dasselbe ist.

Der Abend, an dem es kippte

Ich habe einen Film geschaut. Vollbild. Irgendwann, nach einiger Zeit, wurde der Bildschirm schwarz, und der Rechner nahm keine Eingabe mehr an. Kein Mauszeiger, keine Tastatur, nichts. Hart ausschalten war die einzige Option.

Beim nächsten Start blieb er hängen. Schwarzer Schirm, keine Eingabe, kein SSH. Der iMac war weg.

Der Verdacht, der sich nicht bestätigte

Die naheliegende erste Vermutung: ein Energiespar- oder Screensaver-Vorgang, der das Panel abschaltet und beim Aufwecken nicht sauber zurückkommt.

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MacBook Pro Akku

Ein Nachsatz zum MacBook Pro

Akku-Wechsel beim alten MacBook Pro habe ich gemacht. Vorher habe ich den alten Akku geprüft. Akku-Health noch bei 74%. Gar nicht schlecht. Es waren nur 311 Ladezyklen verzeichnet. Ziemlich wenig. Wahrscheinlich wurde das MacBook tatsächlich wenig benutzt und dann eben in sehr gutem Zustand weiter verkauft. Das bestärkt mich am Ende noch das MacBook weiter zu benutzen.

Das neue Akku habe ich bei ifixit bestellt. Ilke sagt: Bestellt bei ifixit. Und dann habe ich das gemacht - ich würde ja auch nicht mit dem Papst diskutieren oder mit Jack Norris. Akku und Werkzeug knapp 75 Euro, war in fünf Tagen da. Anleitung zum Einbau auf der Website von ifixit. Hat keine 20 Minuten gedauert.

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Das Jahr ohne Sommer

Das Jahr ohne Sommer

Eine neue Geschichte von Postschlumpf, Ferkel und Küken und dem Postboten und der Ente und Lisa

Es war ein warmer Julimorgen, als der Postbote die Kellertür öffnete und sofort das vertraute Leuchten sah. Der alte Schrank in der Ecke schimmerte hinter den verstaubten Briefsäcken in allen Farben – mal golden, mal tiefblau, wie ein Sonnenuntergang hinter Wolken.

Postschlumpf war als Erster unten. Er schob die alten Sachen beiseite und zog einen Brief hervor, der sich merkwürdig anfühlte – das Papier war rau, fast wie dünnes Holz, und roch nach Sägemehl und Herbstlaub.

Der Absender stand in eckiger, etwas zittriger Schrift in der Ecke: Karl Freiherr von Drais, Mannheim, 1817.

An den geneigten Leser,

ich weiß nicht, ob dieser Brief jemals jemanden erreicht. Aber ich schreibe ihn trotzdem, weil ich möchte, dass jemand versteht, wie es dazu kam.

Vor zwei Jahren brach irgendwo auf der Welt ein Vulkan aus – so gewaltig, dass der Himmel seitdem nicht mehr richtig hell wird. Der Sommer fiel aus. Die Ernte auch. Die Pferde verhungerten, weil es kein Gras und kein Getreide mehr gab. Wer noch ein Pferd hatte, konnte es sich kaum leisten, es zu füttern. Und ohne Pferd kommt man nicht weit.

Ich bin Erfinder von Beruf. Und ich dachte: Wenn es keine Pferde mehr gibt – was dann? Wie kommen Nachrichten von einer Stadt zur nächsten? Wie kommt die Post?

Also habe ich gebaut. Zwei Räder, einen Sattel, eine Lenkstange. Man sitzt oben und stößt sich mit den Füßen ab. Keine Pedale noch, das kommt vielleicht später. Aber man kommt voran – schneller als zu Fuß, ohne Pferd, ohne Hafer.

Ich nenne es Laufmaschine. Die Leute auf der Straße lachen, wenn ich vorbeifahre. Manche rufen mir nach. Aber ich bin schneller als sie.

Ich hoffe, dass diese Idee eines Tages nützlich ist. Auch wenn der Sommer wiederkommt.

Karl von Drais

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Ein MacBook Pro von 2011, Linux Mint und der falsche WLAN-Treiber

Nach dem iMac von 2011 war das nächste alte Apple-Gerät dran. Diesmal ein Notebook — von mir aus Gewohnheit als „PowerBook" bezeichnet, was schon der erste Denkfehler war. Die Geschichte ist kürzer als die des iMac und fast langweilig. Fast. Denn am Ende stand ein Haken, auf den man nur kommt, wenn man dem System nicht glaubt.

Die Ausgangslage

Das Gerät meldet sich als MacBookPro8,1: das 13"-MacBook-Pro von Ende 2011, Intel Core i5-2435M mit 2,4 GHz, 8 GB RAM. Also kein PowerPC-PowerBook, sondern ein ganz normaler x86-Mac — weshalb Linux hier grundsätzlich problemlos läuft. Und, angenehm im Vergleich zum iMac: nur eine GPU, die integrierte Intel HD 3000. Kein zweiter Grafikchip, keine ans falsche Panel verdrahtete Radeon, kein nomodeset-Drama. Der i915-Treiber übernimmt, fertig.

Ich hatte hier auch schon einmal den OpenCore Legacy Patcher ausprobiert, das funktioniert. Aber macht die Maschine todeslangsam. Allein das Booten dauert zwischen 3 und 5 Minuten. Und ein Update, ist ein Job für mehrere Stunden.

Der Linux-Live-Stick bootete sauber in den Desktop. Die Installation dagegen brach ab.

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Ein iMac von 2011, Linux Mint und ein Trackball-Kabel

Der iMac 27" von Mitte 2011 steht seit Jahren herum. Apple hat ihn längst abgeschrieben, macOS bekommt er keins mehr. Also: Linux Mint drauf. Was folgte, war eine Woche Fehlersuche mit mehreren falschen Fährten, einem Hardware-Defekt-Verdacht, der sich in Luft auflöste, und einer Ursache, auf die niemand kommt.

Die Ausgangslage

iMac12,2, Intel Core i7-2600, dazu zwei GPUs: die integrierte Intel HD 3000 und eine AMD Radeon HD 6970M. Wichtig für alles Weitere, und eine Eigenheit dieser Baureihe: Apple hat das interne Panel nur an die Radeon verdrahtet. Die Intel-GPU treibt den eingebauten Bildschirm nicht an. Wer die Radeon abschaltet, sitzt vor einem dunklen Gerät.

Der Live-USB-Stick bootete nur im Kompatibilitätsmodus, also mit nomodeset. Die Installation lief durch — und danach: schwarzer Bildschirm. Ein klassisches Henne-Ei-Problem. Ohne Treiber kein Bild, mit Treiber kein Bild.

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Starkwetter Berlin

DWD-Definitionen für Starkwetterereignisse

1. Regenmenge (Starkregen)

  • Markantes Wetter: Mehr als 15 Liter pro Quadratmeter in 1 Stunde ODER mehr als 20 Liter pro Quadratmeter in 6 Stunden.
  • Unwetter: Mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in 1 Stunde ODER mehr als 35 Liter pro Quadratmeter in 6 Stunden.
  • Extremes Unwetter: Mehr als 40 Liter pro Quadratmeter in 1 Stunde ODER mehr als 60 Liter pro Quadratmeter in 6 Stunden.

2. Windgeschwindigkeit (Sturm / Orkan)

  • Stürmische Böen (Windstärke 8): 62 bis 74 km/h (Beginn der DWD-Warnungen).
  • Sturm / Schwerer Sturm (Windstärke 9-10): 75 bis 104 km/h (Kategorie Markantes Wetter bis Unwetter).
  • Orkanartige Böen / Orkan (Windstärke 11-12):
    • Unwetter: Ab 105 km/h (Windstärke 11)
    • Extremes Unwetter: Ab 120 km/h (Windstärke 12 - echter Orkan)
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Die Erfinderin, die niemand ernst nahm

Die Erfinderin, die niemand ernst nahm

Es war ein grauer Junimorgen, als der Postbote sein Fahrrad aus dem Schuppen schob und Postschlumpf bereits ungeduldig auf der Lenkerstange saß. Die Ente watschelte gemächlich hinterher, und Lisa kam mit Ferkel und Küken um die Ecke gebogen.

„Bevor wir losfahren", sagte der Postbote, „müssen wir kurz in den Keller."

Er hatte in der Nacht ein leises Leuchten unter der Kellertür gesehen. Das kannte er schon. Es bedeutete: Post.

Im alten Fahrradkeller stand, wie immer, der große hölzerne Schrank in der Ecke – mit den verstaubten Briefsäcken und den alten Stempeln darin. Und ganz hinten, hinter allem, das sanfte, bunte Schimmern des Portals. Diesmal lag davor ein cremefarbener Briefumschlag, mit schwarzer Tinte beschrieben, in einer eleganten, festen Handschrift.

Postschlumpf hob ihn auf. Der Absender stand in kleinen Buchstaben in der Ecke: H. Lamarr, Hollywood, Kalifornien.


An wen auch immer dies liest,

mein Name ist Hedy Lamarr. Die meisten Menschen kennen mich als Schauspielerin. Ich spiele in Filmen mit, mein Gesicht ist auf Plakaten zu sehen, und die Zeitungen schreiben über meine Kleider.

Aber das ist nicht, was ich Ihnen erzählen möchte.

Ich bin auch Erfinderin. Zusammen mit meinem Freund George Antheil habe ich ein Verfahren entwickelt, das wir „Frequenzsprung" nennen. Die Idee ist einfach: Ein Funksignal springt blitzschnell zwischen verschiedenen Frequenzen hin und her – so schnell, dass niemand es abfangen oder stören kann. Eine sichere, zuverlässige Art, Nachrichten durch die Luft zu schicken. Wir waren sehr stolz darauf und haben überall davon erzählt.

Die Menschen haben gelacht.

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Verloren in der Zeit

Verloren in der Zeit

Teil 2 von Verloren in Raum und Zeit

Es war ein ganz gewöhnlicher Dienstagmorgen – oder war es ein Mittwoch? Jedenfalls schob der Postbote sein gelbes Fahrrad aus dem Schuppen, Postschlumpf saß bereits mit blauem Helm auf der Lenkerstange, und die Ente watschelte gemächlich hinterher. Lisa war mit Ferkel und Küken schon auf der Straße und winkte.

Da flatterte aus dem magischen Briefportal im Keller wieder ein silbrig-glänzender Umschlag heraus. Diesmal war er zerknittert, als hätte jemand sehr hastig geschrieben, und an einer Ecke klebte ein kleiner getrockneter Tintenfleck – als hätte die Feder beim Schreiben gezittert.

„Mika!", rief Postschlumpf, als er die Handschrift erkannte.

Der Postbote lehnte sein Fahrrad gegen die Wand. Lisa kam herbeigelaufen, Ferkel und Küken dicht hinter ihr. Gemeinsam öffneten sie den Brief.

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Verloren in Raum und Zeit

Verloren in Raum und Zeit

Teil 1

Eines Morgens, als der Postbote sein gelbes Fahrrad aus dem Schuppen schob und Postschlumpf bereits mit seiner blauen Mütze und dem blauen Helm auf der Lenkerstange saß, geschah etwas sehr Merkwürdiges. Aus dem magischen Briefportal im Keller – jenem geheimnissvollen Schlitz in der alten Steinmauer, der manchmal Briefe aus anderen Zeiten schickte – flatterte ein Umschlag heraus. Er war silbrig-glänzend, beinahe wie Alufolie, aber viel dünner. Und er roch irgendwie nach… Zukunft.

„Ein Brief!", rief Postschlumpf und hob ihn auf. Die Ente schnatterte aufgeregt und watschelte näher heran. Der Postbote beugte sich über seine Lenkerstange. Auf dem Umschlag stand keine Absenderadresse – nur drei seltsame Zeichen, die wie Blitze aussahen. Und als Empfänger: Postschlumpf und die Postfahrrad-Gang, Irgendwo in der Vergangenheit.

Der Postbote öffnete den Brief vorsichtig. Darin steckte ein einzelnes Blatt, beschrieben in einer kleinen, etwas zittrigen Kinderschrift.


Lieber Postschlumpf, liebe Gang!

Mein Name ist Mika. Ich bin neun Jahre alt und wohne in der Stadt, die ihr kennt – aber viele, viele Jahre in der Zukunft. Mein Opa war Postbote, genau wie eurer. Er hat mir von euch erzählt.

Bei uns gibt es keine Adressen mehr. Keine Hausnummern, keine Straßenschilder, keine Namen an den Briefkästen. Das alles hat eine Software übernommen: die sogenannte Postzustell- und Paketübergabe Software, kurz PUPS. PUPS weiß, wo alle wohnen. PUPS sortiert die Pakete. PUPS sagt den Drohnen, wohin sie fliegen sollen. Die Menschen haben die Schilder abgemacht und die Hausnummern übermalt, weil PUPS das ja alles weiß.

Aber letzte Woche gab es ein Software-Update. Und seitdem ist PUPS kaputt.

Kein einziger Brief wurde zugestellt. Kein einziges Paket. Niemand weiß mehr, wo wer wohnt. Die Drohnen kreisen verwirrt über den Dächern. Die Postboten – die wenigen, die es noch gibt – stehen ratlos vor den Häusern, die alle gleich aussehen und keine Namen tragen. Omas Geburtstagskuchen-Rezept von Tante Hilde ist irgendwo unterwegs und findet sie nicht. Die Apotheke kann keine Medikamente mehr zustellen. Im ganzen Stadtviertel herrscht ein großes Durcheinander.

Mein Opa sagt: „Frag Postschlumpf. Die wissen, wie Post funktioniert, wenn es keine Computer gibt."

Bitte helft uns!

Eure Mika

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